Fotoprojekt von Dagmar Reinstadler
Es ist wieder Zeit für ein kleines Update zu meinem Kurs „Meisterklasse Kreative Fotografie“ bei Helga Partikel in München. Seit meinem Modul 1 „Rote Serie“ sind einige Monate vergangen. Trotz meiner anfänglichen Bedenken, den neuen Aufgaben und Anforderungen nicht gewachsen zu sein, bin ich inzwischen überzeugt, dass die Teilnahme eine gute Entscheidung war.
Nur so konnte ich dazulernen, meine Komfortzone verlassen und mich auf neue Techniken einlassen.
Zugegeben, manche Aufgaben waren und sind teilweise sehr herausfordernd für mich. An manchen Tagen geht gar nichts. Zum Glück gibt es auch Tage voller Ideen und Erfolge. Die eigentliche Herausforderung ist die richtige Umsetzung. Das größte Problem dabei war anfangs die Technik, mit der ich die letzten Jahre ein wenig auf Kriegsfuß stand und sehr viel mit dem Automatikmodus fotografiert habe. Heute versuche ich, meine Finger von dem grünen Knöpfchen – sprich Automatikmodus – zu lassen.
Nur hie und da verliere ich noch kurz die Nerven und bediene mich dieser bequemen Technik. Allerdings handelt es sich dann um einen „Notfall“, wenn besonders schnelles Handeln geboten ist. Bei den meisten Modulen ist jedoch Kreativität gefragt und muss ich mir deutlich mehr einfallen lassen.
Der Leitspruch auf der Website von Helga trifft den Nagel auf den Kopf und verlangt daher nochmals von mir zitiert zu werden:
Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten.
Lass es mich tun, und ich werde es können.
Konfuzius






Auszug aus der Serie „Das Elfenblatt“ – Modul 3 – Gestische Fotografie
Rückblickend konnte ich mich bei Modul 1 noch spielen. In der Folge überraschte mich der Umfang der weiteren Module allerdings ordentlich. Ab Modul 2 sind viele verschiedene Einzelaufgaben abzuarbeiten. Diese werden von Helga auf ihrer Website detailliert erklärt und mit Beispielfotos und kleinen Tipps ergänzt. Bei Unklarheiten steht sie jederzeit gerne per Mail persönlich zur Unterstützung bereit und stellt meist prompt die Antwort zur Verfügung.
Über ein eigenes Forum besteht die Möglichkeit, an andere Kursteilnehmer Fragen zu stellen bzw. Probleme zu diskutieren. Leider wird diese Plattform kaum genutzt, was ich persönlich sehr bedaure. So bleibt eigentlich nur das Feedback der Kursleiterin, welches ja letzten Endes auschlaggebend ist.
Ich sende ihr meine vorläufigen Präsentationen zu den einzelnen Aufgaben zur Begutachtung und erhalte per Videobotschaft ihre Meinung retourniert. Auch wenn mir oft ein persönliches Gespräch lieber wäre, bringen ihre Rückmeldungen mich wirklich weiter und zeigen den gewünschten Erfolg.
Helga lässt sich auf keine Kompromisse ein und bekundet ihre ehrliche Meinung zu den präsentierten Werken. Entsprechend kritisch beurteilt kommt es durch aus vor, dass eine ganze Serie neu produziert bzw. gestartet werden muss. Oft sind es aber auch nur Kleinigkeiten, die mit wenigen Klicks behoben werden können. Am meisten freue ich mich natürlich, wenn sie – ich zitiere: „Nichts zu meckern hat“.
Helgas Feedback ist in jedem Fall sehr aufschlussreich und informativ. Es bleiben keinerlei Fragen offen und ich weiß im Anschluss immer, was weiter zu tun ist.
Daneben bietet die Kursleiterin die Möglichkeit, sich 1 x im Monat zu einem sogenannten „Klassentreffen“ anzumelden. Dabei handelt es ich um ein Zoommeeting. Hier werden in der Gruppe einzelne Aufgaben, die vorab an Helga übermittelt werden, diskutiert. Diese virtuellen Treffen sind sehr inspirierend und behandeln auch andere Themen der Fotografie, wie z.B. besondere Erfahrungen der einzelnen Teilnehmer, neueste technische Hilfsmittel, und vieles mehr. So ganz nebenbei lernt man seine Mitstreiter besser kennen.
Neben einem guten Foto ist auch eine ansprechende Präsentation das Um und Auf. Darauf legt Helga sehr großen Wert. Es gibt klare Regeln, die einzuhalten sind. Die Präsentationsmöglichkeiten können selbst gewählt werden. Während ich „Power Point“-Präsentationen bevorzuge, senden manche Teilnehmer auch Ausschnitte ihres angelegten Fotobuches, etc. Ein solches habe ich natürlich auch angelegt, um die ganze Arbeit der letzten Monate entsprechend zu würdigen und in Erinnerung zu behalten.
Im Moment kämpfe ich mich durch das Modul 5 „Die Kraft der Reduktion“. Während manche Aufgaben leicht von der Hand gehen, ist ein Teil ziemlich herausfordernd für mich. Darüber werde ich in einem späteren Blog-Beitrag berichten.
Ich REDUZIERE mich im Moment nur auf das Wesentliche. Naja, dafür ist der Beitrag jetzt aber doch recht lange geworden…
Text und Fotografien: Dagmar Reinstadler
