One Shot Story – Kiel

Ein Bild, eine Geschichte

Das mit der Sonne, ist Mitte März so eine Sache. Als ich auf dem Weg nach Kiel, in Norddeutschland bin, wechseln sich Sonne und Regen ab. Die einzige Kostante ist der kalte Wind.

Aber der zweite Tag zeigt sich, zu mindest am Nachmittag, von seiner sonnigen Seite und so nutze ich die Gelegenheit für einen kleinen Fotowalk. Die Stadt ist überschaubar. In der Mitte liegt der Hafen, von wo man eine Fährverbindung nach Schweden oder Norwegen nehmen kann. Gleich daneben der Bahnhof. Das Einkaufszentrum, aus dem 70er und 80er ist nicht unbedingt ein Bereicherung für das Stadtbild. Es bietet aber einen Unterschlupf, wenn es draußen zu naß oder kalt wird. Viele Architekten habe versucht das Stadtbild nach ihrer Vorstellung zu prägen. Der hochmoderne Hotelkomplex, direkt am Hafen verbessert den Eindruck des Stadtbildes nicht wirklich. Ich mache mich also auf dem Weg, vom Zentrum aus, in die Seitengassen, in der Hoffnung auf ein ansprechendes Fotomotiv.

Da stolpere ich über eine skurrilen moderne Architektur. Ein Gebäude mit rostigen Stahlplatten verkleidet. Es ist die Galerie Simone Menne. Zu diesem Gebäude und dem Platz gäbe es allerhand zu erzählen. Mich interessiert im Moment nur Fassade. Ich muss natürlich gleich an unser Jahresprojekt (Monochrom ist mehr als Schwarzweiss) denken. Das abendliche Sonnenlicht lässt das rostrot der Fassade richtig leuchten. Die geometrischen Formen spielen mir zusätzlich bei der Suche nach einer Bildkomposition in die Karten. Und so entsteht eine ganze Fotoserie. Diese eine Bild ist aber mein Bild des Tages.